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Vogesen

Sehenswürdigkeiten in den Vogesen

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Kultur & Sagen

Vogesen-Sagen aus Wäldern und Bergseen

Die Vogesen liegen an der Nahtstelle zwischen germanischem und französischem Kulturraum, und die Sagen beider Seiten haben sich hier überlagert. Was im Folgenden steht, ist Überlieferung; wo archäologische Befunde dahinterstehen, sind sie eigens genannt.

Zwei Motorräder auf einer Höhenstraße mit weitem Blick über die Vogesenkämme
Auf den Kammstraßen der Vogesen

Der bedeutendste dieser Orte ist der Donon in den Nordvogesen. Der Überlieferung nach war der Berg ein keltischer Kultgipfel, dem gallischen Gott Teutates geweiht. Der archäologische Befund reicht weit: Der Donon war eine der bedeutendsten gallo-römischen Kultstätten Ostgalliens mit ihrer Blüte im 2. und 3. Jahrhundert, belegt durch Tempelreste, einen Ringwall und eine Gruppe von Stelen. Der heute auf dem Gipfel sichtbare Merkur-Tempel ist allerdings ein Nachbau aus dem Jahr 1869, kein Original.

Aus dem nördlichen Elsass stammt die Riesensage von Burg Nideck. Der Sage nach lebte auf der Burg ein Riesenpaar mit kleiner Tochter; die stieg eines Tages gelangweilt ins Tal, fand dort „lebendiges Spielzeug" in Gestalt pflügender Bauern und trug sie samt Pflug nach Hause – worauf der Vater sie belehrte, die Bauern müssten an ihrem Platz bleiben, denn sie bestellen das Land, das auch die Riesen ernährt. Die Geschichte wurde 1816 von den Brüdern Grimm aufgezeichnet und inspirierte Adelbert von Chamisso zum Gedicht „Das Riesenspielzeug". Die Burg Nideck bei Oberhaslach gibt es wirklich: eine mittelalterliche Höhenburg, die 1636 niederbrannte, mit dem 25 Meter hohen Nideck-Wasserfall direkt darunter.

Und wie überall im Elsass leben auch in den Vogesen-Tälern die Geschichten von Hexen und „Weißen Damen" fort, die als Geister auf den alten Burgruinen umgehen sollen. Der historische Kern ist düster: Der Hexenturm im nordelsässischen Wissembourg diente im Mittelalter als Gefängnis für vermeintliche Hexen. Aufgezeichnet wurden die elsässischen Sagen vor allem im 18. und 19. Jahrhundert, unter anderem durch den Volkskundler Auguste Stoeber und die Brüder Grimm.

Sehenswert

Frontgeschichte, Weinstraße und Munster: Stopps für Regentage in den Vogesen

Das Wetter fällt in den Vogesen auf beiden Seiten des Kamms unterschiedlich aus: Die elsässische Ostseite liegt im Regenschatten, Colmar gilt als trockenster Ort Frankreichs, während die lothringische Westseite den Atlantikregen abfängt. Zieht es oben am Kamm zu, gibt es im Tal genug Ziele unter Dach – von der Frontgeschichte über den Weinbau bis zur Käseherstellung.

Die Vogesen-Kammlinie war von 1914 bis 1918 Frontlinie zwischen Frankreich und Deutschland; seit 1871 verlief hier streckenweise auch die Reichsgrenze. Neben dem Hartmannswillerkopf erinnert vor allem Le Linge bei Orbey daran: ein Schlachtfeld von 1915 mit gut erhaltenem deutschen Bunkersystem, das heute begehbar ist und ein kleines, ehrenamtlich geführtes Mémorial-Museum trägt. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff der „blauen Linie der Vogesen" – die Naturgrenze, hinter der das verlorene Elsass lag und die für Frankreich zwischen 1871 und 1918 zum nationalen Sehnsuchtsbild wurde.

Kulinarisch bringen beide Seiten des Kamms eigene Klassiker mit. Die Elsässer Weinstraße, 1953 als eine der ersten Touristikrouten Frankreichs eingerichtet, zieht sich auf 170 Kilometern durch Riesling-, Gewürztraminer- und Pinot-Lagen und berührt fast alle Grand-Cru-Weinberge des Elsass. Aus dem Münstertal stammt der rotschmierige Munster-Käse, dessen Ursprung bis in die Klosterzeit und auf die Sommer-Hochweiden der Hautes-Chaumes zurückreicht; heute ist er als „Munster" oder „Munster-Géromé" AOP-geschützt. Dazu kommen die Klassiker beider Landesteile: im Elsass der knusprige Flammkuchen, die Choucroute (das elsässische Sauerkraut) und der Hefekuchen Kougelhopf, in Lothringen die Quiche Lorraine und die Mirabelle aus dem Raum Nancy.

Sehenswert

Naturstopps an den Ballons und Hochkämmen

Zwischen den Kurven liegt ein weites, stilles Mittelgebirge aus Wäldern, Hochweiden und glazialen Seen. Fast der gesamte Höhenzug steht als Naturpark unter Schutz.

Der Regionale Naturpark Ballons des Vosges, 1989 gegründet, umfasst mit fast 3.000 Quadratkilometern eines der größten Schutzgebiete Frankreichs und reicht über vier Départements. Sein Markenzeichen sind die Hautes-Chaumes – die offenen Hochweiden auf den Kämmen, über die die Route des Crêtes führt –, dazu Buchen-Tannen-Wälder, Hochmoore und die Tausend-Teiche-Hochfläche im Süden. In den Wäldern leben Reh, Rothirsch, Wildschwein, Dachs und Fuchs, auf den Felsen die Gämse; das seltene, stark gefährdete Auerhuhn gilt als Symboltier der Hochvogesen, bekommt man aber kaum je zu sehen.

Wer einen ruhigen Stopp sucht, findet ihn an den eiszeitlichen Seen der Vallée des Lacs bei Gérardmer oder am Lac Blanc hoch oben am Col du Calvaire. Sehenswert ist auch die Cascade du Tendon westlich von Gérardmer, mit 32 Metern der größte Wasserfall der Vogesen. Zum Höhenwetter: Im Hochsommer steht die Luft in der Rheinebene oft schwül, auf den Kämmen über 1.000 Metern bleibt es deutlich frischer. Dieser Unterschied lässt sich in den Tagesablauf einbauen – morgens los, mittags in der kühlen Höhe, am Nachmittag wieder hinunter in die Wärme.

Hochvogesen und Nordvogesen: zwei Reviere, zwei Fahrpläne

Wer eine Woche in den Vogesen plant, plant genau genommen zwei Reisen. Die Trennlinie liegt bei Saverne: Dort senkt sich der Gebirgszug zu einer breiten Pforte ab, durch die Autobahn, Bahnlinie und der Rhein-Marne-Kanal nach Lothringen laufen. Südlich davon beginnt das Revier mit den langen Kammauffahrten, nördlich davon ein völlig anders getakteter Fahrbereich.

In den Nordvogesen bleiben die höchsten Kuppen unter 600 Metern. Der Wald steht dichter und näher am Asphalt, die Straßen sind schmaler, die Sichtweiten kürzer, die Kurvenradien enger. Statt Panoramen gibt es Ziele: die Burgruinen auf den Sandsteinfelsen bei Lembach und Niederbronn-les-Bains, das umgebaute Schloss Lichtenberg, die Zitadelle von Bitche und die begehbaren Werke der Maginot-Linie, etwa das Ouvrage du Four-à-Chaux oder der Fort Simserhof. Der ganze Norden gehört zu einem regionalen Naturpark, der gemeinsam mit dem angrenzenden Pfälzerwald ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat bildet — der Übergang nach Deutschland ist hier eine Formsache, viele Runden nehmen beide Seiten mit.

Die Hochvogesen im Süden liefern dagegen das, wofür die Region bekannt ist: durchgehende Höhenlagen, freie Kammabschnitte, ein Netz aus benannten Übergängen. Der Preis dafür ist Betrieb — an Sommerwochenenden stehen die Parkplätze an den Knotenpunkten voll. Praktisch heißt das: Der Süden trägt die Fahrtage mit großer Höhenmeterausbeute, der Norden die ruhigen Tage mit vielen kurzen Stopps und deutlich weniger Fremdverkehr. Beides in eine Runde zu pressen, funktioniert schlecht; zwischen den Revieren liegen Anfahrtsstunden, in denen wenig passiert.

Die Kammstraße in Etappen: Knotenpunkte, Schranken, Weidebetrieb

Die Route des Crêtes wird selten am Stück gefahren und ist auch nicht als ein Stück organisiert. Sie hängt an einer Kette von Knotenpunkten, an denen jeweils eine Talstraße heraufkommt: der Bereich über Cernay im Süden, der Grand Ballon, der Markstein, der Hohneck, der Col de la Schlucht, der Col du Calvaire am Lac Blanc und der Col du Bonhomme im Norden. Genau in diesen Abschnitten wird auch gesperrt.

Im Winter bleiben die Wintersportpunkte von unten erreichbar, während die Verbindungsstücke dazwischen hinter Schranken liegen. Die Freigabe im Frühjahr richtet sich nach der Räumung, nicht nach dem Kalender; die Départements melden sie kurzfristig, und wer ohne diese Information anreist, steht im April vor der Schranke. Auch in der offenen Saison ist der Kamm kein garantierter Durchgang: Nach Stürmen mit Windwurf oder bei Forstarbeiten werden einzelne Abschnitte kurzfristig gesperrt.

Zwei Eigenheiten gehören auf dem Kamm zur Fahrpraxis. Erstens der Weidebetrieb: Die Hochweiden sind bewirtschaftet, Rinder stehen im Sommer teils unmittelbar an der Fahrbahn, Weideroste liegen quer im Asphalt, Tiere queren ohne Vorwarnung. Zweitens der Fußverkehr: Der Fernwanderweg über den Kamm kreuzt die Straße mehrfach, an den Wanderparkplätzen wird zwischen Fahrzeugen ein- und ausgeladen, Kinder und Hunde laufen quer. Wer hier vor der Kuppe überholt, überholt blind.

Im Frühjahr kommt der Zustand der Ränder dazu: In den nordseitigen Einschnitten hält sich Schnee, das Schmelzwasser läuft über die Fahrbahn, Frostaufbrüche und liegen gebliebener Streusplitt sammeln sich in den Innenradien. Die ersten Wochen nach der Öffnung sind landschaftlich die schönsten und fahrerisch die anspruchsvollsten.

Ostflanke: die Talauffahrten aus dem Elsass

Aus der Rheinebene führt kein einzelner Weg nach oben, sondern eine Reihe paralleler Täler, die jeweils in einem oder mehreren Übergängen enden. Von Süd nach Nord ergibt sich daraus ein Baukasten für Tagesrunden:

  • Doller-Tal ab Masevaux über Sewen zum Ballon d'Alsace — die östliche der drei Auffahrten auf den südlichen Eckpfeiler.
  • Thur-Tal ab Thann über Saint-Amarin bis Kruth, mit den Abzweigen über Goldbach zum Grand Ballon, hinauf zum Markstein und westwärts über den Col d'Oderen.
  • Lauch-Tal ab Guebwiller, vorbei am Stausee, ebenfalls zum Markstein.
  • Münstertal mit dem Hauptübergang zur Schlucht sowie den Nebenauffahrten über den Col du Platzerwasel zum Petit Ballon und über den Col du Wettstein.
  • Weisstal ab Kaysersberg über Orbey zum Col du Calvaire, zum Lac Blanc und zum Col du Bonhomme.
  • Val d'Argent ab Sainte-Marie-aux-Mines mit dem Col de Sainte-Marie und dem kleineren Col des Bagenelles.
  • Val de Villé mit Col d'Urbeis, Col de la Charbonnière und dem Abstecher auf den Champ du Feu.

Der Ablauf ähnelt sich in fast jedem dieser Täler: unten ein bewohnter, verkehrsreicher Talboden mit Ortsdurchfahrten und abgesenkten Tempolimits, dann ein enger Waldabschnitt mit den engsten Kurven des Tages, zuletzt die offene Höhenstufe. Die Waldstücke in den Talschluchten trocknen spät ab und bleiben nach Regennächten lange feucht; wer früh startet, findet dort Laub, Moos am Rand und nasse Flecken unter den Bäumen, während oben längst alles trocken ist. Die Talausgänge selbst liegen im Verkehr der Weinbaugemeinden — die zügigen Passagen beginnen erst oberhalb der letzten Dörfer.

Westflanke: die langen Rampen nach Lothringen

Nach Westen zerfasert der Gebirgszug in weite, tief eingeschnittene Täler, die den Fahrstil verändern. Die Hauptachse ist das Moseltal mit Remiremont, Le Thillot und Bussang, wo die Mosel entspringt und der Col de Bussang als niedriger Übergang zurück ins Thur-Tal führt. Nördlich davon reihen sich Col du Ménil, Col d'Oderen und die Übergänge um La Bresse, südlich der Col des Croix Richtung Ballon de Servance und der Anstieg zur Planche des Belles Filles.

Fahrerisch sind das andere Straßen: längere Anfahrten, weitere Radien, gleichmäßigere Steigungen, mehr Wald und weniger Aussicht. Für schwer beladene Maschinen und für Zweipersonenbesatzungen ist die Westseite die angenehmere Seite, weil die Höhe über Kilometer statt über Kehren gewonnen wird. Dafür ist der Belag stellenweise rauer, und in den Nebenstraßen fährt der Forst mit: Holztransporter, Rückegassen mit Erdeintrag auf der Fahrbahn, kurzfristige Baustellen ohne Vorankündigung. In der Dämmerung ist Wildwechsel in den zusammenhängenden Waldgebieten ein reales Thema.

Weiter nördlich, um Saint-Dié-des-Vosges, Senones und Celles-sur-Plaine, wird es noch ruhiger. Hier verlaufen die Verbindungen zum Col du Donon und in die Waldtäler der Plaine — Strecken, auf denen man an einem Werktag lange allein fahren kann. Das ist die Gegend für den Tag nach dem Kamm, wenn Verkehr und Panorama-Andrang nerven.

Frontberge direkt an der Strecke: Hartmannswillerkopf, Lingekopf, Tête des Faux

Der Kamm war von 1914 bis 1918 Frontlinie, und die Spuren liegen nicht abseits, sondern unmittelbar an den Straßen, die man ohnehin fährt. Am südlichen Ende der Kammstraße zweigt der Zugang zum Hartmannswillerkopf ab, mit großem Parkplatz an der Passhöhe; das Gelände oberhalb ist nur zu Fuß erschlossen, in festen Schuhen, und für einen ernsthaften Rundgang sollte man mindestens eine Stunde einplanen. Der Boden ist bis heute von Trichtern, Stollenmündungen und Betonresten durchzogen.

Zwischen dem Münstertal und Orbey liegt der zweite Schwerpunkt: die Kämme um den Lingekopf, die 1915 in monatelangen Angriffen umkämpft wurden. Die deutschen Stellungen sind in den Fels gearbeitet und in Teilen erhalten, die Anlage ist über markierte Wege begehbar. Direkt daneben, am Col du Wettstein, liegt der große französische Soldatenfriedhof der Jägerbataillone unmittelbar an der Passstraße — ein Stopp, der ohne Umweg funktioniert.

Weniger bekannt ist die Tête des Faux über dem Col du Bonhomme, wo bereits im Winter 1914/15 auf über 1200 Metern gekämpft wurde; Stellungsreste und Gräber liegen im Wald oberhalb des Lac Blanc.

Zum Umgang gehört ein Mindestmaß an Form: an den Gedenkstätten und Friedhöfen leise ankommen und leise abfahren, auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, nichts mitnehmen. Die Museen zeigen Fundstücke, die bis heute aus dem Boden kommen — Metall aus diesen Hängen ist kein Souvenir, sondern gehört gemeldet.

Grand Ballon, Haut-Kœnigsbourg und Colmar: die Ziele am Weg

Die lohnendsten Ziele der Region liegen direkt an der Kammstraße oder wenige Kilometer daneben. Fahren und Besichtigen lassen sich hier ohne größere Umwege verbinden.

Am Südende der Route des Crêtes erhebt sich der Hartmannswillerkopf, von den französischen Frontsoldaten „Vieil Armand" genannt: ein 956 Meter hoher Felsvorsprung über der Elsässer Ebene, der 1915 zu den am härtesten umkämpften Punkten der Westfront gehörte. Rund 30.000 deutsche und französische Soldaten fielen hier. Heute ist der Berg eines von vier französischen Nationaldenkmälern des Ersten Weltkriegs, mit Soldatenfriedhof, Krypta und einem 2017 eröffneten deutsch-französischen Museum – ein eindrucksvoller, nachdenklich stimmender Auftakt oder Abschluss jeder Kamm-Tour.

Der höchste Punkt der Region ist der Grand Ballon mit 1.424 Metern, gekrönt von einer weithin sichtbaren Radar-Kuppel für die zivile Luftfahrt. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick über die Rheinebene mit Mulhouse, Basel und Freiburg bis zum Schwarzwald und Jura, an klaren Tagen sogar bis zur Alpenkette. Etwas nördlich liegt die Vallée des Lacs mit den glazialen Seen Gérardmer, Longemer und Retournemer – der Lac de Gérardmer ist mit gut einem Quadratkilometer der größte natürliche See der Vogesen und ein klassischer Foto- und Kaffeestopp.

Über der Elsässer Ebene thront das Château du Haut-Kœnigsbourg, eine staufische Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert, die 1633 im Dreißigjährigen Krieg niederbrannte und ab 1900 unter Kaiser Wilhelm II. durch den Architekten Bodo Ebhardt wieder aufgebaut wurde. Sie liegt rund 26 Kilometer nördlich von Colmar und ist mit ihrer kurvigen Auffahrt ein lohnendes Ziel am Nordrand des Reviers. Als Talstopp bietet sich Colmar selbst an, dessen Fachwerk-Altstadt mit dem Viertel „Petite Venise" zu den schönsten des Elsass zählt, oder das Münstertal rund um Munster, wo Storchennester das Ortsbild prägen und der berühmte Käse seinen Ursprung hat.

Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst

Grand Ballon

Der höchste Punkt der Vogesen und der Höhepunkt der Route des Crêtes: Rundumblick von der Rheinebene über den Schwarzwald bis zu den Alpen. Radarkuppel und das Denkmal der „Blauen Teufel" (Diables Bleus) markieren den Gipfel.

Anfahrt
Über die Route des Crêtes (D430/D431) auf dem Kamm; von Süden ab Cernay/Uffholtz, von Norden über den Markstein.
Motorrad-Parken
Ausgewiesene Parkflächen direkt an der Passhöhe an der Route des Crêtes; für Motorräder reichlich Platz, an schönen Sommerwochenenden gut gefüllt.
Öffnungszeiten
frei zugänglich; höchste Kammabschnitte im Winter gesperrt
Höhe/Aussicht
1424 m – höchster Berg der Vogesen; Fernsicht über Rheinebene, Schwarzwald und Jura bis zur Alpenkette (Mont Blanc bei klarer Sicht)
Felswand über dem bewaldeten Tal am Col de la Schlucht

Col de la Schlucht

Der meistbefahrene Vogesenübergang und Kreuzungspunkt der Kammstraße – klassischer Sammel- und Startpunkt, wo die D417 vom Elsass nach Lothringen wechselt.

Anfahrt
D417 aus dem Münstertal (Munster) herauf bzw. von Gérardmer aus Lothringen; liegt direkt auf der Route des Crêtes.
Motorrad-Parken
Große Parkflächen direkt am Pass (Gebäude, Startpunkt für Kammwanderungen); Motorrad-Stellplatz problemlos außer an Spitzentagen.
Öffnungszeiten
frei zugänglich; angrenzende Kammabschnitte im Winter zeitweise gesperrt
Höhe/Aussicht
1139 m Passhöhe an der Grenze der Départements Haut-Rhin und Vosges

Ballon d'Alsace

Südwest-Eckpfeiler des Vogesenkamms, wo vier Départements und zwei Regionen zusammentreffen; bei klarer Luft reicht der Blick über die Hochvogesen bis zum Mont Blanc.

Anfahrt
D465 von Saint-Maurice-sur-Moselle Richtung Giromagny; Südwestende des Kamms, östliche Auffahrt über die D466G ab Sewen.
Motorrad-Parken
Parkplätze an der Passhöhe (Col, 1171 m) an der D465; genug Raum fürs Motorrad, im Sommer Wochenend-Andrang.
Öffnungszeiten
frei zugänglich; Passstraße im Winter zeitweise gesperrt
Höhe/Aussicht
Gipfel 1247 m, Passhöhe 1171 m; Alpenpanorama bis zum Mont Blanc bei guter Sicht

Château du Haut-Kœnigsbourg

Wiederaufgebaute Gipfelburg über der elsässischen Weinstraße, meistbesuchte Burg des Elsass – markanter Kultur-Stopp mit weitem Blick über die Rheinebene. Kaiser Wilhelm II. ließ die Ruine 1901–1908 wiederherstellen.

Anfahrt
Über die D159 ab Kintzheim/Orschwiller hinauf, von der elsässischen Weinstraße bei Sélestat am Ostfuß der Vogesen.
Motorrad-Parken
Parkplätze unterhalb der Burg, letzter Anstieg zu Fuß; für Motorräder meist Platz, in der Hochsaison früh kommen.
Öffnungszeiten
ganzjährig geöffnet; Hochsaison ca. 9–18/19 Uhr, Nebensaison kürzer, letzter Einlass 1 Std vor Schluss; Erwachsene 12 €
Höhe/Aussicht
757 m über der Rheinebene, weiter Blick über das Elsass

Lac de Gérardmer

Der größte natürliche See der Vogesen, am Rand des Orts Gérardmer – ruhiger Foto- und Pausenstopp auf der lothringischen Westseite, gut mit den Kammstraßen zu verbinden.

Anfahrt
D417/D69 direkt bei Gérardmer, am Westrand der Vogesen (Lothringen); vom Col de la Schlucht in kurzer Fahrt erreichbar.
Motorrad-Parken
Parkplätze am Seeufer und im Ort Gérardmer; im Sommer stark frequentiert, Motorrad findet meist eine Lücke.
Öffnungszeiten
frei zugänglich
Höhe/Aussicht
660 m; größter natürlicher See der Vogesen (rund 1,15 km²)

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